Mayer Hawthorne hat länger nichts mehr (offiziell) releast, aber gerade fand ich den neuen Track „Designer Drug“ und jep, ich Feier den Song schon nach den ersten zehn Sekunden.
Wir wissen wie gerne er seinen Style wechselt, deshalb werden wir bei diesem Lied in die gute alte Disco-Pop-Zeit zurück geschmissen!
Abgesehen von diesem Song veröffentlichte er vor gut einer Woche, eine kleines spass Video zu Justin Timberlakes „i’m ready“. Gugsch du hier -> Bearded Ready!
Was bedeuten könnte, dass wir in nächster Zeit noch mehr vom Stonesthrow Flaggschiff hören werden. Ich würde mich freuen.
Enjoy!
OneTwo
Flave



Irgendwo Mitte 2010 hab ich erfahren das Jake One und Mayer Hawthorne an einer LP arbeiten. Naja ob daran wirklich was wahres dran war, wusste ich nicht. ich wusste lediglich, falls etwas kommt wird es nice. Nun, niemand in der Industrie ist sich sicher ob Tuxedo Funk von ihnen stammt (ich denk aber schon). Fakt ist, ich hätte dafür auch gerne gezahlt! Smoother, Synth-Heavy-Funk, der zeitlos durch die boxen klingt! Man fühlt sich als gehöre man zur upper-class, trotz Lines wie: „Girl, let’s get the fuck up outta here“.
Wenn dies ein Vorbote der LP ist, dann kann ich kaum auf den Rest warten!!
Hört es euch an geniesst es und schönes Ostern weekend!
OneTwo
Flave



Ich schreibe über einen Ch-Rap Artisten... was geht. Die, die mich kennen wissen, dass ich nicht der grösste Mundart Musik Fan bin.
Anyway, das EFM Camp hat es wieder Mal vollbracht, das auch ich mich dem schweizerischen Rap widme.
Manuel Liniger, wie der 26 Jährige Solothurner im Alltag heisst, muss man der Szene nicht mehr vorstellen. Mit seiner dreiteiligen Mixtape Serie „Jurassic Parts“ hat er schon früh für Aufregung in der Szene gesorgt. Weiter ging es mit Tommy Vercetti und Dezmond Dez als Eldorado FM Crew und dazwischen mit seinem Debüt-Album Jede Tag Superstar. Dieses landete in der ersten Woche auf Platz 36 der Schweizer Album Charts.
Irgendwo war für mich eine Überraschung. Im Gegensatz zu Jede Tag Superstar merkt man, dass auch Manlillio gereift ist, das Album ist weniger mit Partytracks gefüllt und kommt reifer und durchdachter daher. Auch die "Eldorado FM" Songs gehen in eine andere Richtung. Deshalb habe ich bei dieser Scheibe mehr einen Schlag in die Fresse erwartet also so viele sanfte Klänge - so kann man sich Täuschen.
Etwas Vorweg; ein grosses Lob an Sir Jai, Clinic, Anemon ent, Ruck P + Manillio. Es ist ihnen gelungen ein Album zu kreieren welches keinen grossen konzeptionellen Ausbruch hatte! Man lässt sich auf eine moodige, melodiöse, freche, wortgewandte und sehr abwechslungsreiche LP ein.
Kritik muss man regelrecht suchen. Da man merkt wie stark ins Detail gearbeitet wurde. Sicherlich ist es nichts für den „stuck in the 90s“ Hip-Hop Head, dafür ist es zu musikalisch und Modern.
Nun Ich muss ehrlich sagen ich brauchte ein bisschen Anlauf um das Album von A-Z zu feiern.
Dies vor allem wegen „Vilich Für Immer“. Mir dauert das Lied zu lange. Der Song gibt mir mehr das Gefühl eines Intros, welches ich lieber kürzer mit weniger Rap und mehr Beat gehört hätte.
So zieht sich das ganze ein bisschen in die Länge.
„Ching Vodr Stadt“ ist sehr nice, Manillio findet sich alledings erst im zweiten Part des Songs wirklich.
„Iiskreis“ kommt sehr gemütlich. Schöne Riffs und gut Aufgebaut. Manche Lines verlieren sich in den gleichen Wörtern, ist aber nicht weiter schlimm, ein sehr gelungener Track.
„Flugzüg“ Gefällt mir gut! Klangvoll, melodiös, ja fast sphärisch. Ich bin ein bisschen verloren im Text, um dem Ganzen zu folgen. Sein Wortspiel ist einfach und manchmal wie er selber sagt: „singe lut, singe chrum, singe dumms züg!“
Wem Neezy’s Selbstironie und Kritik an unserer wunderbaren Generation gefehlt hat, bekommt diese auf demTrack „Bitte“ schön serviert.
„i gsehs uf dim instagram-pic, drunger öbbis uf änglisch wo grammatikalisch nid stimmt – hüt „getting ink“ poesie“...
Stellt euch vor, ihr hört diese Line, wenn ihr gerade etwas auf Instagram laden wollt... - Guter Song!
Von hier an nimmt das Album so langsam aber sicher Farbe an. „Charte“ haute mich von Anfang an weg. Das erste Mal bekomme ich das gleiche wohlige Gefühl wie bei Tommy Vercettis Album Seiltänzer! Vielleicht hätte eine zweite Stimme der Hook noch gut getan, aber auch ohne, Grandios!
„Chopflos Interlude“ passt schön ins Konzept, bisschen verloren und ein bisschen abgespaced.
Rapper müssen feiern, jaja. „Stadtcamouflage“ ist sicher der aggressivste Song auf dem Album und trotzdem bricht er nicht weg, passt schön in das ganze Teil hinein.
„für aui wo usegöh – hand adr fläsche
rächnigä hüserhöch – tanzend vergässe
wuchenänd superhöude –gsehnd am mentig tod us! – modus....“
Das Rockstar-Hoch verfliegt allerdings schon bald und der Beziehungsstress fängt an. „Haubi Sache“ läuft und ehrlich... ich kann nichts dazu sagen, ausser NICE!.
„i stoh duss es wird hell
d musig isch verstummt wi kneblet
nöie tag wird grad wach chlie wi gweckt
blinzlet knapp und jetz wetti zrugg“
Nächstes Highlight auf dem Album ist „Koffer“ - meine Klappe halte ich auch hier, hört euch einfach den Song an!!!
„üsi täg us goud, ich mach dir schmuck drus
trägne stouz du verdiensch dä luxus“
„Ufm Länker“ wechselt von einem einfachen Kick/Drum Beat in einen sehr spannenden, feinen, musikalischen Fluss. Das Lied ist wunderbar, einzig der Schluss ist mir zu sehr in die Länge gezogen, das kann an einem Live Konzert sicher gut werden, auf dem Album ist es mir einfach zu viel.
„Sunntig feat. Reeto Von Guten & Kuno Lauener“
Was mir besonders gefällt, die Art wie Manillo rappt geht mehr in eine „Strassenpoesie“, welche von Mani Matter inspiriert wurde. Sunntig ist genial und brachte mich vor allem wegen Kuno Lauener auf diesen Vergleich. Hätte da gerne mehr von ihm gehört.
Nun kommen wir zum eigentlichen Abschluss des Albums „Nüt I Sinn“ - Ja, was soll ich noch dazu sagen, es wäre ein absolut gelungener Abschluss wenn nicht noch dieses Monster von einem Bonustrack dabei wäre!
„Ohni feat. Leduc“
Der Bonustrack hat das Album noch einmal extrem aufgewertet!
„i weis scho, wärt hets meh auses iphone
meh aus i gseh för ei sone liveshow“
Moderner Song der überhaupt nicht kitschig daher kommt. Catchy Hook, extrem tanzbarer Beat und man merkt wie viel Spass die Jungs an dem Song hatten. Freu mich auf eine Live- Performance des Songs!
Fazit:
Das Album gehört zu den spannensten Schweizer Rap Werken, die in den letzten Jahren erschienen sind. Man merkt wie open-minded die Jungs sind! Mir macht die Platte spass und freue mich das ganze mit Live-Band am Openair Frauenfeld zu sehen.
Anfangs war das Album ein bisschen schleppend und es fand für mich erst ab dem sechsten Song seinen roten Faden. Damit meine ich nicht das die anderen Songs schlecht sind, ich mag „Ching Vodr Stadt“ wie auch „Bitte“ aber der WOW -Effekt enstand nie wirklich. Ich denke da gibt es noch Platz nach oben. Manillio und dem ganzen Camp wünsche ich auf jeden Fall viel Erfolg auf dem Weg den sie noch beschreiten.
Oh und by the way, Congrats zum Einstieg auf Platz 6!!!
4 von 5 möglichen Punkten!
OneTwo
Flave



Vincent Belorgey, besser bekannt als Kavinsky, sorgt momentan mit seinem neu interpretierten Electro-Pop, des 1980er Film Soundtracks, extrem für Furore. Auch wenn er seit 2006 einen Plattenvertrag bei „Record Makers“ besitzt und in der House Szene schon länger durch Remixes wie z.B. von SebastiAn und Touren mit Justice bekannt ist, wurde sein eigenwilliger elektronischer Sound erst durch den Film Drive wirklich bekannt. Kavinskys EP Nightcall wurde in 2010 veröffentlicht, jedoch fand seine Single Nightcall erst 2011 Anklang..
Kavinskys Vorliebe für 1980er Autofilme floss als stilsicheres Element in sein frisch releastes Debut Album und ist deutlich erkennbar.
Als ich mir die Platte zum ersten Mal angehört habe, sass ich in meinem Auto. Es war dunkel, kalt, eisig, schneite und dann kam der Song Blizzard... Du meine Fresse was für eine Scheiss Idee diese LP während solch einer Autofahrt zu hören.
Es überkommt einem das Gefühl, man sässe in einem Ferrari (`rarriiii) Testarossa, auf einer Strecke ins Nirgendwo. Man will einfach nur noch pressen, es gibt keinen Halt. Alles lässt man hinter sich. Die Welt ist eine einzige Strasse, nur du und deine 390PS. Die Farbe Rot leuchtet auf, in den Strahlen der einsamen Strassenlampen. Man ist dieser einsame Typ auf der Suche nach ihr. Jedes entgegenkommende Auto, ein Mitbuhler um die Liebe für die Frau deiner Träume. Du fährst, denn obwohl dein Ziel im Nirgendwo liegt, weisst du, wenn du dort ankommst, dass sie auf dich wartet! Du überholst, du wirst überholt, du kämpfst, du leidest, du siegst.
Lichter in den Augen, Reflektion in deiner Uhr. Zeit ist relativ, du bist stressfrei und trotzdem im Schuss. Weiter immer nach vorne. Tankstellen; gibt es nicht. Weiter, du hörst deinen Motor, die Nacht ruft und du schreist zurück. Du bist in Trance, ohne dass sich sinneserweiternde Substanzen in deinem Blut befinden. Du fährst nicht, du tanzt mit deinem Auto. Driften verwandelt sich zu einem Walzer, dein Wagen zu einer Symphonie und dein Motor zu einem Akkord.
Und Plötzlich bist du wieder wach, du bist angekommen. Fährst in deine Garage, dein Herz schlägt immer noch rasend. Adrenalin, welches bis in deine Ohren spürbar ist. Du schaltest den Motor aus, hörst nur noch deine Atmung und realisierst, dass du einfach nur einen kleinen, gelben, 66PS starken, Honda Logo gefahren bist.
Wer dieser Geschichte nichts abgewinnen konnte, sollte sich das Album anhören. Anders kann ich es nicht beschreiben, ein wahrlicher Rausch() elektronischer Klängen. Genau so wie ich House Musik mag. Extrem geile Synthies und Songs die einen szenarischen Aufbau beinhalten.
Angefangen bei Prelude wurde das Album konzeptionell bis zu Endless durchgezogen. Einzig Suburbia mit Havoc tanzt ein bisschen aus der Reihe. Vor allem da Havoc einen sehr flachen, Cliché-haften Rap abliefert.
Trotzdem; selten habe ich eine so gute Songabfolge auf einer LP gehört wie hier. Wie gesagt, Man fühlt sich wie in einem Film mit Höhen und Tiefen.
Wirklich ein negatives Tief gibt es nicht. Jeder Song ist gut, einzig Suburbia und Deadcruise sind nicht der über Hammer aber trotzdem, allesamt cool!
4 out of 5 Points!



Diese miesen Winter Montag morgen. Ihr wisst welche, der Wind im Gesicht, er ist bissig und kalt. Die Luft eisig. Genervte Gesichter überall, wilkommen im Montag-morgen-tief. Aufmunterung gesucht. Checken wir mal die GMFGP-Facebook-Page, „Carmen Von Känel hat dich in einem Beitrag markiert“ – uuh gute Musik.
So war es auch, darf ich präsentieren; Kat Vinter.
Who that?
Katrina Noorbergen, wurde als 80s Baby in Sidney, Australien geboren. Ihre erste Band gründete sie mit 16. Anfänglich wurde Green Day und No Doubt Songs gecovert, bis sie irgendwann ihr eigenes Material schrieb. Learning by doing war ihr Motto, so absolvierte sie nie eine musikalische Ausbildung. Brachte sich das Singen nur durch hören und üben bei. Ihre grössten Einflüsse waren Bjork und Radiohead, welche ihre „komischen“ (wie sie selbst sagt) Melodien sehr stark prägten.
Als ich sie fragte wie sie ihre Musik am einfachsten beschreiben würde, erzählte sie mir, es sei ein „moodiger“ mix aus elektronischer Musik und live Drums, Poppig aber sehr künstlerisch präsentiert. - So hätte ich Stoneheart nicht besser beschreiben können.
Momentan lebt die schöne Blondine in Berlin, als sie auf einem Europäischen songwriting Trip war, verliebte sie sich in die Stadt. Sie fühlte sich wie zu Hause und fand ein sehr inspirierendes Team von verschiedenen Musikern aus der ganzen Welt, mit denen sie zusammen probt, Ideen austauscht und performt.
Stoneheart ist meiner Meinung nach einer dieser Elektro-Pop Songs die an einem Montag Morgen alles besser machen können. Headphones up und ab dafür. Ich sitze hier auf meinem Stuhl und geniesse diese leicht monotone, gleichgültige aber doch sehr starke Stimme in vollen Zügen. Irgendwie bekomme ich bock auf einen Road Trip. Die starken Drums, die feinen Synthie klänge und die überrollende Hook! Fett! Auch die feinen Details des Songs sind interessant. Denke der Song könnte in manchen Radios einen air-play platz bekommen.
Was dürfen wir 2013 von ihr erwarten?
Momentan schreibt sie an ihrer EP welche auch dieses Jahr noch veröffentlicht wird. Wann; weiss ich noch nicht. Da sie sehr aunspruchsvoll ist und an jedem Detail arbeitet. Ausserdem probiert sie so oft wie möglich auf der Bühne zu stehen um ihre Musik der Welt zu zeigen.
Wir sind gespannt, ich wünsche ihr viel Erfolg, denn Talent hat sie!!
OneTwo
Flave